VERBAND UNABHÄNGIGER MUSIKUNTERNEHMEN E.V.
ACT UNITED - STAY INDEPENDENT
Presse 03.09.2014

Panels, Keynotes & Workshops - Morgen beginnt das Konferenzprogramm der Indie Days

Nach dem heutigen „Parliament“-Tag des Verbands unabhängiger Musikunternehmen e.V. (VUT), an dem die Mitgliederversammlung inklusive Vorstandswahlen und Gremien-Treffen stattfinden, öffnet morgen der Postbahnhof für die Öffentlichkeit seine Tore. Am 4. September 2014 findet im Rahmen der Indie Days der Berlin Music Week ein vielfältiges Programm – von Keynotes über Panels bis hin zu einem Workshop - statt.

Der Tag beginnt mit der Keynote von Charles Caldas, CEO von Merlin, der globalen Lizenzagentur der Independents, der nicht nur Merlin sondern auch die Ergebnisse der diesjährigen Mitgliederumfrage vorstellt. Zudem findet der Workshop von Raimund Franken (rmc medien + kreativ consult GmbH) „Träume werden berechenbar?“ statt, in dessen Rahmen die MUC:X-Software, die speziell auf die Bedürfnisse der Musikwirtschaft zugeschnitten ist und die Arbeit von Musikunternehmen erleichtert, vorgestellt wird.

Im Rahmen der Panels werden Themen diskutiert, die speziell für unabhängige Musikunternehmen, aber durchaus auch für ein breiteres Publikum interessant sind. So werden beim Panel „Label 3.0“ aktuelle Herausforderungen für Musiklabels besprochen und unterschiedliche Geschäftsmodelle vorgestellt. Die Teilnehmer_innen des Panels „Legal Update 2014 – Urheberrecht, Quo Vadis?“ beschäftigen sich mit juristischen Themen, die für die Musikbranche von Belang sind, darunter das Urheberrecht, aber auch die neue EU-Richtlinie für die Verwertungsgesellschaften sowie weitere Gesetzesvorhaben auf europäischer und nationaler Ebene. Beim vom VUT und IMPALA, dem europäischen Verband der Independents, präsentierten Panel “One year on, is the new world any braver?” wird über den digitalen Markt mit seinen Auswirkungen für kleine und mittlere Unternehmen diskutiert und die Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Der erste Tag der WORD! Konferenz endet mit einem nicht minder bedeutenden Thema: “Revolution Girl Style Now! (Bikini Kill) – How To Achieve Diversity In The Music Business”. Die Panelteilnehmer_innen werden in diesem Rahmen diskutieren, wie mehr Diversität in der Musikwirtschaft erreicht werden kann und was die möglichen Auswirkungen sind, wenn sowohl auf kreativer als auch auf Unternehmensseite ein Missverhältnis herrscht.

„Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Mitgliedern und allen Besucher_innen der Indie Days wieder so ein vielfältiges Programm bieten können. Der Mix aus Panels, Keynotes und interaktiven Formaten wie den Workshops macht den Reiz der Indie Days aus und wir hoffen auf diese Weise, wichtige Themen für unsere Mitglieder voranbringen zu können“, kommentiert Jörg Heidemann, Leiter der Geschäftsstelle des VUT, das Programm.

Darüber hinaus bietet der Product Market ganztägig Gelegenheit, mit Mitgliedern des VUT ins Gespräch zu kommen. Eine Liste der dort vertretenen Unternehmen gibt es hier. Zudem gibt es die Möglichkeit zum Filesharing – und zwar ganz „old school“. Ein Plattenregal inklusive Plattenspielern steht zur Verfügung und wer selbst eine Platte mitbringt, kann diese gegen eine neue Platte aus dem Regal eintauschen – und zwar kostenlos.

Aktuelle Informationen zu den VUT Indie Days gibt es unter:

https://www.facebook.com/dervut // Twitter: @DerVUT // www.vut.de

Hier nun die Übersicht des Indie Days-Programms am 4. September 2014:

Keynote (Englisch): Charles Caldas (Merlin) am Donnerstag, den 04. September 2014 um 11:15 – 11:45 Uhr, Fritz 2:

Charles Caldas, the CEO of the global rights agency Merlin which represents many of the world’s leading independent labels, will give a keynote speech covering the results of the recent member survey undertaken amongst its over 600 members in 41 countries. He will also talk about Merlin in general and illustrate the future developments in an ever-changing market. Merlin clearly represents the most valuable basket of recorded music rights outside of the three major labels, reflecting a share in excess of 10% of the global and US digital music markets, with much higher shares in market where English is not the first language, reflecting the importance of independent investment in domestic repertoire around the globe.

*************************

„Label 3.0“ am Donnerstag, den 04. September 2014, von 12:00 bis 13 Uhr, Fritz 1:

Das unabhängige Musiklabel ist viele Jahre die Keimzelle der unabhängigen Künstlerentwicklung gewesen. Doch wie ist das 2014 - funktioniert das noch? Was sind die aktuellen Entwicklungen? Braucht und gibt es Überlebensstrategien? Wie funktioniert Künstleraufbau und welche neuen Modelle gibt es? Wie gehen Labels mit neuen Marktteilnehmern um? Was sind aktuelle Herausforderungen? Und nicht zuletzt: Woher kommt denn bloß das liebe Geld?

Es diskutieren:

Andreas Gutjahr (Our Label Records/ Knowtheirname): Einerseits Labelbesitzer und andererseits arbeitet er an der Idee, Künstler_innen und Marken für authentische Kampagnen zusammenzubringen.

Thorsten Lütz (Karaoke Kalk): Seit 17 Jahren Labelbesitzer mit einem Katalog von über 60 Veröffentlichungen.

Petra Husemann Renner (Motor Music): Motor Music wurde als Label „Jenseits des Mainstreams“ 1994 von Tim Renner gegründet und bietet heutzutage neben klassischer Labelarbeit das Modell Rent A Recordcompany an.

Fritz Krings (Peripherique): Er bietet mit seinem Unternehmen neben der Arbeit mit Künstler_innen, wie es in den Bereichen Publishing, Music, Booking und Events geschieht, auch die nötige Infrastruktur an, um für die Veränderungen der Zeit gewappnet zu sein.

Moderation: Jörg Heidemann, VUT

Weitere Informationen zu den Teilnehmer_innen und Moderator_innen gibt es hier.

*************************

„Träume werden berechenbar?“ – Ein Workshop von Raimund Franken (rmc medien + kreativ consult GmbH) am Donnerstag, den 04. September 2014 um 14:00-15:00 Uhr, WS2

Durch die Digitalisierung ist die Musikwirtschaft vielfältiger denn je geworden. Die Vertragsbeziehungen zwischen Label und Vertrieb, aber auch zwischen Label und Künstler unterliegen einer steten Veränderung. Nach dem Motto „Bauchgefühl ist gut, Planung und Kontrolle sind besser” hat der VUT gemeinsam mit rmc vier speziell auf die Musikwirtschaft abgestimmte Tools (Projekt-/Businessplan-Rechen-Tool, Businessplantext-Tool, Erlös-Tool, Projektbewertungs-Tool) entwickelt, deren Funktionsweise präsentiert wird.

Referent: Raimund Franken (rmc medien + kreativ consult GmbH)

*************************

„Legal Update 2014 – Urheberrecht, Quo Vadis?“ am Donnerstag, den 04. September 2014 von 14 bis 15 Uhr, Fritz 2:

Ein immer kleinteiliger Flickenteppich an Urteilen muss seit Jahren zusammenhalten, was die Digitalisierung vom guten, alten Urheberrecht übrig gelassen hat. Der Ruf nach Reformen ist groß, nicht nur wenn es um das Urheberrecht geht. Nach Jahren des Beobachtens aus der Deckung scheint der Gesetzgeber aufgewacht zu sein. Die Europäische Kommission hat 2014 eine Richtlinie erlassen und macht den Verwertungsgesellschaften neue Vorgaben. Demnächst wird ebenfalls von der Europäischen Kommission ein Weißbuch veröffentlicht, das den gesetzgeberischen Weg im Urheberrecht vorzeichnen wird. Die Bundesregierung will sich konkret mit dem Haftungsrahmen der Provider auseinandersetzen und ein Gesetz erarbeiten, das offene Rechtsfragen um die WLAN-Haftung abschließend beantworten soll. Zuletzt hat der Europäische Gerichtshof eine Reihe wegweisender Urteile gesprochen und weitere Orientierung geliefert. In einer spannenden Diskussion werden wir über die Auswirkungen aktueller Urteile sowie kommender Gesetze diskutieren und versuchen, einen Ausblick auf deren mögliche Auswirkungen für unabhängige Musikunternehmen zu geben.

Moderation: Reinher Karl, Beiler Karl Platzbecker & Partner / VUT

Teilnehmer_innen: Charlie Phillips (WIN – Worldwide Independent Network), Heiko Wiese (SPIO – Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V.), Judith Steinbrecher (BITKOM e.V.) und Dr. Kai Alexander Welp (GEMA)

Weitere Informationen zu den Teilnehmer_innen und Moderator_innen gibt es hier.

*************************

Präsentiert vom VUT und IMPALA: “One year on, is the new world any braver?” am Donnerstag, den 04. September 2014 von 15:15 bis 16:30 Uhr (Sprache: Englisch), Fritz 2:

One year on, is the new world any braver? Has the digital market delivered on its promise to level the playing field, empower cultural and creative SMEs and provide access to culture in all its diversity while adequately remunerating creators and their commercial partners? One year after speakers first exchanged views on the panel 'This new world ain't brave at all' at the 2013 VUT Indie Days, this panel will take stock of where the online market for culture stands in Europe and where the opportunities and the challenges lie for cultural and creative actors. This topic is very timely as the control of internet giants on the cultural and creative markets becomes ever tighter.

How can a real level playing field be achieved? Have online giants become so powerful that they are out of regulators' reach? Is the new world looking bright or rather gloomy? These and other questions will be tackled by panelists with a view to giving the audience a flavour of what the future holds for artists and the cultural and creative sectors in general.

Moderation: Dr. Martin Schaefer (Boehmert & Boehmert)

Speakers: Helen Smith (IMPALA), Mark Chung (Freibank Musikverlags- und -vermarktungs GmbH/ VUT), Dr. Jörg Dörnemann (epubli GmbH) & Dr. Armin Jungbluth (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Weitere Informationen zu den Teilnehmer_innen und Moderator_innen gibt es hier.

*************************

“Revolution Girl Style Now! (Bikini Kill) – How To Achieve Diversity In The Music Business” am Donnerstag, den 04. September 2014 von 16:00 bis 17 Uhr, C2:

More than 20 years after the Riot Grrrl movement the music industry still lacks diversity. What has changed since then and what has not? Taking the role of women as an example, the panelists will discuss the status quo as well as possible strategies to create a more diverse music industry. What are the consequences for cultural diversity, if for example the majority of artists is white, male and has a university degree? And what are the implications for music businesses and their success? Do we really need measures to increase diversity or are they redundant? Bringing together people from different areas of the music industry to exchange their views and experiences, the panel will also address the challenges for women in the music business and how both, men and women, can change the situation on the creative as well as on the business side.

This panel will not focus on complaining about the status quo but on finding possible solutions to achieve a more diverse music industry.

Moderation: Sonja Eismann, Missy Magazine

Teilnehmer_innen: Electric Indigo, Helienne Lindvall (The Guardian), Janine Wülker (finetunes) und Thom Cummings (SoundCloud)

Weitere Informationen zu den Teilnehmer_innen und Moderator_innen gibt es hier.

*************************

Tags: Pressemitteilungen

Kategorie: Presse

Zum Thema