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Indie Days 23.08.2017Autor_in: Verena Blättermann

Session: Musik mit Haltung?! – Die gesellschaftliche Verantwortung von Künstler_innen und Musikunternehmen

21. September 2017, 11:15-12:15 @ Board Room

Sexismus, Gewaltverherrlichung und die Diskriminierung von Menschen, die nicht der angeblichen „Norm“ entsprechen, finden sich auch in Songtexten. Wird darüber berichtet, so stehen vor allem die Künstler_innen selbst im Mittelpunkt der Diskussion. Doch was ist mit denjenigen, die dafür sorgen, dass die Musik veröffentlicht und erhältlich wird? Wie sehen Künstler_innen, Labelbetreiber_innen und Vertriebe ihre gesellschaftliche Verantwortung und wie nehmen sie diese wahr? Wo ist bei ihnen die rote Linie und für welche Werte und Positionen stehen sie ein? Mit welcher Haltung machen, veröffentlichen und vertreiben sie Musik? Darüber wollen wir diskutieren.

Moderation:

Sonja Eismann, Mitgründerin und Chefredakteurin Print, Missy Magazine, GER

 

Sonja Eismann lives in Berlin and is one of the founders and editors of Missy Magazine, a feminist periodical on politics, pop culture and style. She also writes and lectures on topics such as the representation of gender in popular culture, feminist theory and activism as well as the utopian potential of fashion.

 

Sessionteilnehmer_innen:

Anna Groß, Geschäftsführung, Springstoff, GER

Foto: Tess Koeplin

Anna Groß ist Geschäftsführerin des Musiklabels Springstoff. SPRINGSTOFF legt einen besonderen Schwerpunkt auf Education in Form von Workshops und Vorträgen sowie die Förderung von Frauen* in der Musik. Zur Zeit läuft zum Beispiel das Projekt „Spot on, girls!" von Springstoff und cultures interactive e.V., bei dem sie mit geflüchteten und nicht-geflüchteten Mädchen aus Berlin zu HipHop und Comic arbeiten.

Anna liegt Feminismus in allen Facetten sehr am Herzen und sie brennt für eine antirassistische Welt ohne (Hetero-) Sexismus. Sie hat mit Springstoff zusammen die Partyreihe "Female Focus" entwickelt, die vor allen Dingen fem* MCing und DJing auf die Bühne bringt und im Cassiopeia Berlin eine Partyreihe namens Let The Bass Drop mit einem all fem * Line-up initiiert. Anna gibt Workshops zu „Feministisch Feiern" und berät Clubs und Veranstalter*innen zu Diversität und Feminismus.

Stephan Meyer, Labelmanager, AL!VE AG, GER

 

Während des Studiums der angewandten Literaturwissenschaft, der Medienwissenschaft und der Soziologie, das er 1996 mit dem Magister Artium abschloss, schrieb er als freier Journalist für Musik- und Stadtmagazine.

Daneben bediente er Drums  und  Sampler in Bands zwischen Hardcore und Post-Rock und nur haarscharf entkam er der Karriere als Profi-Musiker. Das Elektronika & Nerdmusik-Label Eleganz Records wurde 1998 gegründet, bald ergänzt durch das Houselabel Haseland Magnetschallplatten.

Beim Musikmagazin INTRO war er Anfang der 2000er als Projektmanager zwischen Intro. de, Festivalguide und Marketing beschäftigt, bis er als A&R, Label- und Produktmanager beim  Techno-Vertrieb NEUTON einstieg.

Seit 2003 arbeitet er als A&R, Label- und Produktmanager beim Musik- & Filmvertrieb  ALIVE AG und begleitet internationale Labels und Künstler bei ihren Veröffentlichungen.

Marie Curry, Neonschwarz, GER

Foto: Thomas Sasse

Marie Curry is a singer and rapper and member of the Hamburg based Hip Hop Crew Neonschwarz. Together they have entered almost every stage from Copenhagen to Bern, from europallets to Hurricane and Southside Festival, played in clubs, in front of clubs, on rooftops of clubs, in hangars, tents and on the balcony of the Rote Flora. Her crew is known for energetic live performances and songs that combine political statements with a hedonistic world view.

MC Bomber, Rapper, GER

Photo: Louise Amelie

Chaot und Künstler. Anarcho und Expressionist. Techno-Raver und Eastcoast-Fan der alten Schule. All das ist MC Bomber, 1991 in Berlin-Prenzlauer Berg geborener Rapper. Henry Miller als Vorbild für das eigene Lebensmodell, Frank Zappa als musikalisches Idol und trotzdem asozialen Rap der feinsten Sorte machen, die vermeintlichen Widersprüche sind bei dem Freigeist an der Tagesordnung. Fragt man ihn wie es dazu kommt, ist die Antwort verblüffend einfach: „Zum Intellektuellen fehlt mir der Glaube an bürgerliche Bildung und ich bin zu geistig beweglich.“ Der Ostberliner Rapper mit dem Westberliner Flow und einer Vorliebe für das Sprühen von Grafittis, begann zu rappen weil er laut eigener Aussage unbedingt Musik machen wollte um sich auszudrücken und kein Instrument spielen konnte. Seine seit 2013 in regelmäßigen Abständen erschienenen „P-Berg Battletapes“, das „Nordachse“-Tape mit MC Shacke, sowie die „Storch oder Affen“-EP legten den Grundstein für die große Beliebtheit bei Menschen, die auf richtig guten Rap stehen. So simpel ist das manchmal. Der „P-Berg Ayatollah“ hat es geschafft mit klassischem Boom Bap-Rap für Aufregung zu sorgen und in kürzester Zeit eine stabile Fangemeinde um sich zu scharen. Zusammen mit Frauenarzt, Westberliner Untergrundlegende und Geschäftsmann, ist er nun eines der ersten Signings auf dem neu gegründeten Label PROLETIK. Am 8.Juli, 2016 erschien sein Debut-Album „Predigt“, anschließend folgte die dazugehörige Tour. Abschließende Worte? „Flavour über alles & Reden ist Rappen für Dumme!“

Tags: Indie Days

Kategorie: Indie Days

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- Programm am 20.09.2017

- Sessions und Keynote vom 20. bis 23.09.2017

- Programm im VUT Indie House

- Music Industry Women @ Indie Days

- Das Verleihungsfest der VIA! VUT Indie Awards am 21.09.2017

- Im Mitgliederbereich können VUT-Mitglieder vergünstigte Tickets für die Indie Days auf dem Reeperbahn Festival erwerben

- Fotomaterial der Panelist_innen steht hier zum Download bereit. Bitte nur mit Angabe der im Dateinamen vermerkten Fotograf_innen verwenden

Pressekontakt:

Verena Blättermann

Tel: 030 53 06 58 59

Mail: blaettermann(at)vut(dot)de

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