VERBAND UNABHÄNGIGER MUSIKUNTERNEHMEN E.V.
ACT UNITED - STAY INDEPENDENT
Presse 23.07.2014

Von „Label 3.0“ bis hin zu „Diversität in der Musikwirtschaft“: Die ersten Panels der VUT Indie Days 2014 stehen fest!

Die VUT Indie Days, die in diesem Jahr wieder im Rahmen der Berlin Music Week vom 3. bis 5. September 2014 im Postbahnhof in Berlin stattfinden, zeichnen sich auch in diesem Jahr durch hochkarätige Panels aus. In diesem Jahr hat der Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. (VUT) unter anderem folgende Diskussionsrunden konzipiert: Label 3.0, Legal Update 2014 – Urheberrecht, Quo Vadis?, Pop + Politik = Haltung? und Revolution Girl Style Now! (Bikini Kill) – How To Achieve Diversity In The Music Business. Die Panels finden am 4. und 5. September 2014 als Teil der WORD! Konferenz der Berlin Music Week statt. Der VUT freut sich, nationale und internationale Panelteilnehmer und –teilnehmerinnen aus den verschiedenen Bereichen der Musikwirtschaft, unter anderem Petra Husemann Renner (Motor Music), Charlie Phillips (WIN) und Helienne Lindvall (The Guardian), für die Panels gewonnen zu haben. Die Panels bilden neben dem „Parliament“-Tag am 3. September und dem „Product Space“, der sowohl am 4. und 5. September stattfindet, eine der drei Säulen der VUT Indie Days.

Der stellvertretende Geschäftsführer des VUT, Jörg Heidemann, zum Panelprogramm der VUT Indie Days: „Wir sind schon jetzt auf die Diskussionen gespannt und freuen uns außerordentlich, dass unsere Themensetzung durchweg positiv aufgenommen wird. So werden in diesem Jahr nicht nur Wirtschaftsthemen wie auf dem Panel „Label 3.0“ oder rechtliche Themen wie das Urheberrecht diskutiert, sondern auch gesellschaftspolitische Themen wie beispielsweise Diversität in der Musikwirtschaft oder auch Pop, Politik und Haltung. Die Panels befassen sich mit einem Querschnitt der Themen, die für uns als VUT relevant sind und sollen nicht nur unterschiedliche Perspektiven und Meinungen zusammenbringen, sondern auch Denkanstöße geben.“

Ausführliche Informationen zu den Panels:

„Label 3.0“ am Donnerstag, den 04. September 2014, von 12:15 bis 13 Uhr:

Das unabhängige Musiklabel ist viele Jahre die Keimzelle der unabhängigen Künstlerentwicklung gewesen. Doch wie ist das 2014 - funktioniert das noch? Was sind die aktuellen Entwicklungen? Braucht und gibt es Überlebensstrategien? Wie funktioniert Künstleraufbau und welche neuen Modelle gibt es? Wie gehen Labels mit neuen Marktteilnehmern um? Was sind aktuelle Herausforderungen? Und nicht zuletzt: Woher kommt denn bloß das liebe Geld?

Es diskutieren:

Andreas Gutjahr (Our Label records/Knowtheirname): Einerseits Labelbesitzer und andererseits arbeitet er an der Idee, Künstler_innen und Marken für authentische Kampagnen zusammenzubringen.

Thorsten Lütz (Karaoke Kalk): Seit 17 Jahren Labelbesitzer mit einem Katalog von über 60 Veröffentlichungen.

Petra Husemann Renner (Motor Music): Motor Music wurde als Label „Jenseits des Mainstreams“ 1994 von Tim Renner gegründet und bietet heutzutage neben klassischer Labelarbeit das Modell Rent A Recordcompany an.

Fritz Krings (Peripherique): Er bietet mit seinem Unternehmen neben der Arbeit mit Künstler_innen, wie es in den Bereichen Publishing, Music, Booking und Events geschieht, auch die nötige Infrastruktur an, um für die Veränderungen der Zeit gewappnet zu sein.

Moderation: Jörg Heidemann, VUT

„Legal Update 2014 – Urheberrecht, Quo Vadis?“ am Donnerstag, den 04. September 2014 von 14 bis 15 Uhr:

Ein immer kleinteiliger Flickenteppich an Urteilen muss seit Jahren zusammenhalten, was die Digitalisierung vom guten, alten Urheberrecht übrig gelassen hat. Der Ruf nach Reformen ist groß, nicht nur wenn es um das Urheberrecht geht. Nach Jahren des Beobachtens aus der Deckung scheint der Gesetzgeber aufgewacht zu sein. Die Europäische Kommission hat 2014 eine Richtlinie erlassen und macht den Verwertungsgesellschaften neue Vorgaben. Demnächst wird ebenfalls von der Europäischen Kommission ein Weißbuch veröffentlicht, das den gesetzgeberischen Weg im Urheberrecht vorzeichnen wird. Die Bundesregierung will sich konkret mit dem Haftungsrahmen der Provider auseinandersetzen und ein Gesetz erarbeiten, das offene Rechtsfragen um die WLAN-Haftung abschließend beantworten soll. Zuletzt hat der Europäische Gerichtshof eine Reihe wegweisender Urteile gesprochen und weitere Orientierung geliefert. In einer spannenden Diskussion werden wir über die Auswirkungen aktueller Urteile sowie kommender Gesetze diskutieren und versuchen, einen Ausblick auf deren mögliche Auswirkungen für unabhängige Musikunternehmen zu geben.

Moderation: Reinher Karl, Beiler Karl Platzbecker & Partner / VUT

Teilnehmer_innen: Charlie Phillips (WIN – Worldwide Independent Network), Heiko Wiese (SPIO – Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V.), Judith Steinbrecher (BITKOM e.V.) und Dr. Kai Alexander Welp (GEMA)

„Pop + Politik = Haltung?“ am Freitag, den 05. September 2014 von 16:30 bis 17:15 Uhr:

Die Themen Pop, Politik und Haltung sind dieses Jahr immer wieder in den Fokus der Medien gerückt.

Ein Grund mehr, um auf den VUT Indie Days 2014 diese Themen vor einem Fachpublikum und Expert_innen zu diskutieren. Gregor Samsa (Sounds of Subterrania), Sokee (Springstoff) und Milena Fessmann (radioeins) werden neben anderen interessanten Gästen darüber debattieren, welche politische Haltung Künstler_innen vertreten und ob dies förderlich oder hinderlich ist.

Wie wichtig ist eine solche Haltung heute noch? Hat Popmusik heute keine gesellschaftspolitische Relevanz mehr? Brauchen wir heute noch politische Texte und was können sie auslösen? Gibt es heute noch Jugendbewegungen? Ist Hip-Hop die letzte Jugendbewegung? Wenn nein, warum nicht? Diese und weitere Fragestellungen werden im Rahmen des Panels diskutiert werden.

Moderation: Milena Fessmann, radioeins

Teilnehmer_innen: u.a. Gregor Samsa (Sounds of Subterrania) und Sokee (Springstoff)

“Revolution Girl Style Now! (Bikini Kill) – How To Achieve Diversity In The Music Business” am Donnerstag, den 04. September 2014 von 16:15 bis 17 Uhr:

More than 20 years after the Riot Grrrl movement the music industry still lacks diversity. What has changed since then and what has not? Taking the role of women as an example, the panelists will discuss the status quo as well as possible strategies to create a more diverse music industry. What are the consequences for cultural diversity, if for example the majority of artists is white, male and has a university degree? And what are the implications for music businesses and their success? Do we really need measures to increase diversity or are they redundant? Bringing together people from different areas of the music industry to exchange their views and experiences, the panel will also address the challenges for women in the music business and how both, men and women, can change the situation on the creative as well as on the business side.

This panel will not focus on complaining about the status quo but on finding possible solutions to achieve a more diverse music industry.

Moderation: Sonja Eismann, Missy Magazine

Teilnehmer_innen: Helienne Lindvall (The Guardian), Janine Wülker (finetunes), Planningtorock (Künstlerin) und Thom Cummings (SoundCloud)

WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN PANELS GIBT ES HIER.

Tags: Pressemitteilungen

Kategorie: Presse

Zum Thema